Viele Amerikaner bemerken gar nicht, wie viele unschuldige Leben jeden Tag halbherzig genommen werden. Diejenigen, die sich das Töten unschuldiger Tiere jedoch zu Herzen nehmen, vertreten ihre Meinung mit Leidenschaft. Die Diskussionen reichen aber nicht aus. Statistiken sagen aus, dass alleine in den Tierheimen jedes Jahr 3-4 Millionen Katzen und Hunde eingeschläfert werden! Diese Angaben sind jedoch nur eine ungefähre Schätzung des Tierschutzbundes, da es das Gesetz nicht für erforderlich erachtet, die Anzahl der eingeschläferten Tiere zu kontrollieren.
Jetzt wissen wir zwar, dass es jeden Tag geschieht – aber was können wir dagegen tun? Da es in der menschlichen Natur liegt, unangenehme Dinge „unter den Teppich zu kehren“, scheint es nur wahrscheinlich, das dieses grausame Töten für eine lange Zeit anhalten wird, solange sich nicht alle darauf einigen, eine vernünftige Lösung für das Problem zu finden und das grauenhafte Einschläfern von unschuldigen Haustieren, die uns vollstes Vertrauen schenken, zu stoppen. Dieses Thema hat die Welt bereits in Zwei gesplittert. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Tierheime mit misshandelten, ausgesetzten, verwilderten, kranken oder alten Katzen bombardiert werden, da viele Besitzer ihre Katzen schnell loswerden möchten und keine Verantwortung mehr für ihren einst treuen Gefährten übernehmen. Den Tierheimen stehen nicht ausreichend Pflegekräfte und auch nicht genug finanzielle Mittel zur Verfügung und daher können diese mit der großen Anzahl an Tieren, die gepflegt und in neuen Familien untergebracht werden müssen, kaum mithalten. Vielleicht sind es diese Umstände, die dazu führen, Tierheime in zwei Kategorien zu unterteilen: Tierheime, die keine Tiere einschläfern und Tierheime, die Tiere einschläfern.
Tierheime, die keine Tiere einschläfern werden auch als Heime für ausgewählte Tiere bezeichnet, da diese Institute nur die Tiere aufnehmen, von denen sie sich versprechen, ein neues Zuhause zu finden. Diese Tierheime werben mit ausgezeichneter Pflege ihrer Tiere; weniger glückliche Tiere bleiben dabei aber außen vor. Diese Einstellung führt dazu, dass viele Katzen wieder auf der Straße oder bei nachlässigen Besitzern landen oder sogar sterben. Tierheime, die Tiere einschläfern, nehmen alle Katzen auf – unabhängig von ihrem Zustand. Diese Institute behaupten, eine Leistung zu erbringen, wenn Sie es der Öffentlichkeit nicht abschlagen, ihre verstörten oder ungewollten Haustiere abzugeben. Wenn man jedoch bedenkt, dass diese offene Tür oft direkt in eine Gaskammer bzw. eine andere Form der Sterbehilfe führt, dann kann man sicherlich von dem Töten eines unschuldigen „Engels“ sprechen.
Diese Aufspaltung der Tierheime hat letztendlich dazu geführt, dass beide Parteien nicht miteinander arbeiten möchten und sich nicht gegenseitig bei der Suche nach neuen Besitzern unterstützen. Tierheime, die Tiere einschläfern bewerten es negativ, dass einige Tierheime nur bestimmte Katzen aufnehmen und somit retten werden. Tierheime, die keine Tiere einschläfern fühlen sich aufgrund dieser Einstellung ungerecht behandelt und verweigern jegliche Zusammenarbeit. Diese Entzweiung ist in einen ernsten Streit ausgebrochen.
Auch potenzielle Katzenbesitzer sind unterschiedlicher Meinung, wenn es um die Auswahl der Katze geht. Obwohl wir Menschen immer behaupten, unvoreingenommen zu sein, neigen wir doch oft dazu, entweder der einen oder der anderen Seite zuzustimmen. Die Moral wird letztendlich entscheiden. Es gibt natürlich zahlreiche Argumente, die für und gegen die unterschiedlichen Tierheime sprechen: das Einschläfern der Streuner ist notwendig; jedes Tier hat ein Recht auf sein Leben; das Einschläfern von Tieren ist eine einfache aber ungerechte Lösung, da man Besitzern das Recht einräumt, die Verantwortung für ihre Haustiere abzugeben; das Töten eines Tieres steht nicht im Interesse des Tierschutzes. Die Meinungen unterscheiden sich erheblich.
Diese Debatte zwischen den unterschiedlichen Tierheimen lenkt von der eigentlichen Diskussion über das Wohlbefinden der Tiere ab und dient lediglich der Selbstbestätigung der beteiligten Parteien. Die Tatsache bleibt bestehen, dass noch immer zu viele wildlebende Katzen in einem Drahtkäfig enden und schließlich in einem Tierheim eingeschläfert werden, wobei auf der anderen Seite zu viele Hauskatzen von ihren Besitzern verstoßen und in Tierheimen abgegeben werden, in denen Sie dann auf eine neue Familie hoffen müssen. Darüber hinaus werden die Katzen gegen ihren Willen einer Situation ausgesetzt, in der sie keine andere Wahl haben, als den Angestellten zu vertrauen, ihnen Futter und eine Unterkunft zu geben und außerdem ausreichend Fürsorge zu erhalten.
Bevor Sie sich für ein Tierheim aufgrund der besseren Katzen im Angebot entscheiden, sollten Sie Ihr Herz fragen. Vielleicht werden Sie dort die notwendige Wärme und Loyalität finden, die am Ende eine Katze kurz vor Ihrem Todestermin retten wird. Die letzte Mahlzeit einer Katze sollte nicht geplant werden.
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