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Die Glückskatze – ein genetischer Unfall

Die Glückskatze ist keine Katzenrasse, sondern eine Bezeichnung für Katzen unterschiedlicher Rassen, die sich in ihrer Farbe und Zeichnung von ihren Artgenossen unterscheiden. Glückskatzen kommen unter anderem bei den Manx-Katzen, Perserkatzen und Kurzhaarkatzen vor. Was macht eine Katze also zur Glückskatze? Eine dreifarbige Katze mit einem weißen, schwarzen und roten bzw. orangenen Fell wird als Glückskatze bezeichnet. Verschiedene Rassestandards legen hierbei genau fest, wie viel jeder Farbe vorhanden sein muss, um sie zu einer Glückskatze zu erklären.

Die Gene

Eine Glückskatze ist fast immer weiblich, was auf ihren genetischen Aufbau zurückzuführen ist. Die Chromosomen, die von der Katze an ihren Nachwuchs weitergegeben werden, enthalten die Kodierung für die orangene oder schwarze Farbe – also die Voraussetzungen für eine Glückskatze. Ein Kater besitzt ein X- und ein Y-Chromosom. Wenn sein X-Chromosom weitergereicht wird, dann wird der Nachwuchs weiblich. Der Kater kann jedoch nur eines seiner Chromosomen weiterreichen. Die Katze besitzt zwei X-Chromosomen und reicht eins an den Nachwuchs weiter. Diese Kombination aus zwei X-Chromosomen ergibt später ein weibliches Kätzchen. Eine Glückskatze ist nur sehr selten männlich – es passiert manchmal aufgrund genetischer Unfälle, wenn das Kätzchen XXY-Chromosomen erhalten hat. „Glückskater“ sind immer unfruchtbar.

Farben und Zeichnungen des Fells einer Glückskatze

Eine Glückskatze kann viele unterschiedliche Zeichnungen haben. Wenn eine Katze schwarzes und orangenes Fell hat, dann wird sie als eine Schildpattkatze bezeichnet. Diese Katzen haben nur sehr wenig oder auch gar kein weißes Fell. Die Glückskatzen mit mehr weißem Fell sind durch größere und ausgeprägtere Farbzeichnungen gekennzeichnet. Manchmal haben diese Katzen auch eine Wasserfarbe oder eine pastellfarbene Zeichnung. Wenn die drei Grundfarben ineinander übergehen, dann vermischen sie sich und sehen gelbbraun oder blau anstelle von orange bzw. grau anstelle von schwarz aus. Manchmal läuft einem auch eine rehbraune oder schokoladenbraune Glückskatze über den Weg. Die Farben einer Glückskatze sind deutlich erkennbar und laufen nicht ineinander über, wie es bei Schildpattkatzen der Fall ist.

Diese Katze wird von vielen als Glücksbringer angesehen

Diese Katzen werden seit undenklichen Zeiten als Glücksbringer angesehen. Japaner haben früher immer eine Glückskatze zu Hause gehabt und sich mit ihrer Hilfe eine glückliche Zukunft versprochen. Auch Seeleute haben sich Glückskatzen zu Nutze gemacht, angeblich haben diese Katzen die Seeleute vor Gefahren auf See beschützt. Sie sind aufgrund ihres einzigartigen Aussehens sehr beliebt.

Die Züchtung der Glückskatzen

Da diese Katzen sehr beliebt sind, glauben viele, dass sie auch sehr einfach zu züchten sind. Das Züchten dieser Katzen ist in Wirklichkeit aber sehr schwierig, da man keinen Einfluss auf das Weiterreichen der X-Chromosomen nehmen kann. Genetische Experimente könnten die gezielte Züchtung dieser Katzen jedoch möglich machen. Züchter können versuchen, Katzen mit verschiedenen Farben zu paaren oder ausschließlich Glückskatzen für die Züchtung zu verwenden, der Erfolg ist aber nicht garantiert.

Eine Glückskatze wird ein einzigartiges Erlebnis sein, sollten Sie sich für eine entscheiden.

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