Viele Katzenbesitzer überlegen es sich lieber zweimal, ihre Katze kastrieren lassen, weil sie Angst haben, dass sich die Persönlichkeit der Katze aufgrund dieses Eingriffs verändern könnte. Diese Sorgen sind jedoch unbegründet. Eine Kastration kann die Gesundheit, das Temperament und die allgemeine Lebensqualität Ihrer Katze fördern. Außerdem beugt eine Kastration einer Vielzahl von felinen Erkrankungen und Krebsformen vor.
Kastration – ein chirurgischer Eingriff
Während Flöhe mit Salben bekämpft werden können und Impfungen in Form einer Spritze verabreicht werden, handelt es sich bei einer Kastration um einen operativen Eingriff. Ein Kater sollte im Alter von sechs Monaten kastriert werden. Dieser Eingriff wird durchgeführt, nachdem der Kater betäubt wurde. Bei einer Kastration werden die Hoden des Katers entfernt, bei der Sterilisation wird lediglich der Samenleiter unterbrochen. Die Einschnitte sind in der Regel sehr klein und müssen nicht genäht werden. Ihr Kater wird sich also schnell erholen.
Katzen könnten bereits im Alter von sechs Monaten schwanger werden. Eine rollige Katze verhält sich meistens sehr eigenartig, sie heult sehr viel und ist äußerst reizbar. Wenn Sie dieses Verhalten bemerken sollten, ist es Zeit für eine Kastration. Nach der Betäubung der Katze werden ihre Eierstöcke entfernt (Kastration) oder die Eileiter unterbrochen (Sterilisation). Die Einschnitte müssen nach dem Eingriff oft genäht werden, wobei die Fäden zwei Wochen später gezogen werden. In der Zwischenzeit müssen der Katze eventuell Schmerzmittel verabreicht werden. Außerdem ist es sehr wichtig, dass die Katze in der Erholungsphase ausreichend Nährstoffe erhält.
Das Leben der Katze nach der Kastration
Nachdem Sie Ihren Kater kastriert haben, werden Sie bemerken, dass er kein Interesse mehr daran hat, seinen stinkenden Urin rund ums Haus herum zu versprühen. Da eine Kastration auch das Interesse am Herumstreunen reduziert, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Kater weniger oft mit streuenden Katzen in Kontakt kommt und sich bei diesen ansteckt. Darüber hinaus leiden kastrierte Kater auch nicht so oft an Prostataproblemen und es besteht keine Möglichkeit mehr, Hodenkrebs zu entwickeln.
Wenn Sie eine Katze haben, dann ist eine Kastration sicherlich die beste Option, da Sie Ihren geliebten Gefährten vor einer Vielzahl von Krankheiten schützen können. Kastrierte Katzen entwickeln nur sehr selten Brustkrebs oder Harnwegsinfektionen. Katzen können mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen. Wenn Sie also keine Großfamilie im Sinne haben, sollten Sie sie so früh wie möglich kastrieren lassen. Eine Kastration ist also die beste Methode, ungewollten Nachwuchs zu vermeiden.
Nach der Kastration ist eine Katze bzw. ein Kater in der Regel weniger aggressiv und auch fügsamer. Außerdem verlieren sie das Interesse daran, mit anderen Katzen draußen herumzuhängen und –streunen. Ein Kater wird darüber hinaus sein Markierverhalten ablegen. Eine Sterilisation macht die Katze bzw. den Kater unfruchtbar, hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf diese Verhaltensweisen. Der größte Vorteil einer Kastration ist sicherlich, dass man den ungewollten Nachwuchs nicht einschläfern lassen muss, weil man erst gar keinen bekommt.
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