Katzen-Aids bzw. das feline Immunschwächevirus (FIV) ist eine Virusinfektion, welche das Immunsystem der Katze angreift. FIV wird vom gleichen Virus ausgelöst, der auch für das HIV beim Menschen verantwortlich ist und hat auch dieselben verheerenden Auswirkungen. Diese Erkrankung schwächt das Immunsystem der Katze und macht sie anfälliger für Infektionen und Krankheiten. FIV kann nicht geheilt werden. Katzen können mit dem Virus aber bis zu 10 Jahre überleben. Dieser Virus lässt sich auch in der Katzenmilch wiederfinden und kann auf diese Weise auf den Nachwuchs einer Katze übertragen werden.
Das Fortschreiten des FIV
FIV wird in drei verschiedene Stadien unterteilt.
- Stadium 1: Nachdem das Virus in den Körper eingedrungen ist, führt es zur Infektion, gefolgt von Fieber und angeschwollenen Lymphknoten.
- Stadium 2: Es handelt sich hierbei um die subklinische Phase. Die Katze erscheint in diesem Stadium gesund, weil das Virus nicht aktiv ist.
- Stadium 3: Dieses Stadium ist das Endstadium. Die Katze leidet an Infektionen und wird innerhalb eines Jahres sterben. Man spricht auch von chronischen Infektionen.
FIV wird durch den Geschlechtsverkehr, Vererbung, Speichel, Blut und die Muttermilch übertragen. Forscher vermuten, dass 14% der Katzen an diesem Virus erkrankt sind, herumstreunende Kater sind dabei am meisten betroffen.
Diagnose
Ein Bluttest ist die beste diagnostische Methode, um FIV festzustellen bzw. auszuschließen. Die Symptome des Katzen-Aids sind nicht einfach zu erkennen und daher ist der Auslöser einer Infektion schwierig zu identifizieren. Eine schwere Blasenentzündung führt zu einer Reduktion der weißen Blutzellen, diese Reduktion wird mithilfe eines Bluttests festgestellt. Zuerst wird der ELISA-Test durchgeführt, gefolgt vom Positiv-Negativ-Test und wenn der Test positiv ist, wird noch ein Labortest (der Western Blot) durchgeführt, der bestätigen soll, dass das Blut FIV-Antikörper enthält. Katzen, die einem höheren Risiko ausgesetzt sind, sollten einmal im Jahr auf FIV getestet werden. Kätzchen sollten aber nicht vor ihrem 6. Lebensmonat getestet werden, weil die Testergebnisse eventuell falsch sein könnten.
Behandlung
Es gibt keine wirksame Therapie für die Behandlung des Katzen-Aids. Wenn eine Katze keine klinischen Symptome aufweist, wird eine Behandlung auch nicht empfohlen. Sekundäre Infektionen oder die Immundefizienz müssen jedoch vom Tierarzt behandelt werden, um das Fortschreiten der Infektion zu verhindern. Im Falle einer bakteriellen Infektion wird der Tierarzt Antibiotika verschreiben. Außerdem muss man auf die richtige Ernährung, Parasiten und die Flüssigkeitsaufnahme der Katze achten. Es gibt auch noch andere Behandlungsmöglichkeiten, die das Immunsystem fördern und das Fortschreiten der Infektion bekämpfen können.
- Eine Therapie mit Azidothymidin verbessert die Funktionen des Immunsystems. Die Verabreichung dieses Medikaments könnte jedoch Nebenwirkungen zur Folge haben. Ein erfahrener Tierarzt sollte die Katze rund herum betreuen.
- Eine Virusinfektion kann mithilfe von Alpha-Interferonen behandelt werden. Eine solche Therapie ist bei Tieren jedoch nicht erlaubt, obwohl klinische Studien nachgewiesen haben, dass Alpha-Interferone die Blutzirkulation, die Aktivität, den Appetit und die allgemeine Gesundheit einer betroffenen Katze verbessern.
- Eine Knochenmarktransplantation ist eine weitere Möglichkeit. Dieser chirurgische Eingriff wurde noch nicht oft bei Katzen mit Aids durchgeführt. Diejenigen Katzen, die jedoch eine Knochenmarktransplantation erhalten haben, haben mehr weiße Blutkörperchen aufweisen können.
Vor Kurzem ist eine Impfung für Katzen auf den Markt gekommen, die das Risiko einer Infektion reduzieren und auch dem FIV vorbeugen soll.
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