Eine Herpesvirusinfektion kann zu einer Entzündung im Auge der Katze führen, die als Bindehautentzündung bezeichnet wird. Dieser Virus dringt über das Augenlid ins Auge ein. Sie sollten dem Reißen der Hornhaut und einer Narbenbildung im Auge Ihrer Katze vorbeugen. Augentropfen dienen der Behandlung von Augenentzündungen und sollten direkt ins Auge getröpfelt werden.
Trockene Augen
Die Augenlider halten die Hornhaut gesund. Die Augenlider einer Katze erfüllen jedoch auch noch andere Funktionen. Sie schützen die Hornhaut und das äußere Auge, halten das Licht ab und legen die Form und Größe der Augenöffnung fest. Außerdem stellen sie Tränen her, halten das Auge feucht und führen dem Auge Sauerstoff und Nährstoffe zu. Man spricht von einem trockenen Auge oder einer Keratoconjunctivitis sicca, wenn die Hornhaut nicht mehr von einem Tränenfilm überzogen wird, der die Hornhaut normerlweise mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dieser Zustand kann zu Pigmentierungen, Narben und Geschwüren auf der Hornhaut und sogar zur Erblindung führen. Eine Katze mit trockenen Augen wird an einem windigen Tag ein brennendes und stechendes Gefühl in den Augen haben – genauso wie Menschen. Man kann einen Tränentest durchführen um herauszufinden, wie viele Tränen pro Minute gebildet werden. Eine Katze mit trockenen Augen produziert weniger Tränen als andere.
Die Ursachen eines trockenen Auges
Die Augen eines Kätzchens öffnen sich normalerweise 10 bis 14 Tage nach der Geburt. Die Tränenproduktion wird nicht funktionieren, wenn sich die Augen zu früh öffnen. In so einem Fall müssen dem Kätzchen drei bis vier Mal täglich Augentropfen verabreicht werden, bis die Tränenproduktion einsetzt. Wenn keine Augentropfen verabreicht werden, wird es zum sogenannten trockenen Auge kommen.
Rassen mit langen, vorstehenden Augen, z.B. die Himalaya-Katzen, Perserkatzen, exotischen Kurzhaarkatzen und Burmakatzen, verletzen sich ihre Augen oft und leiden auch häufig am Lagophthalmus (dem Hasenauge). Diese Erkrankung ist vererbbar. Die Augenlider des Hasenauges schließen oder öffnen sich nicht vollständig und somit wird der Tränenfilm nicht übers ganze Auge verteilt. Dieser Zustand erhöht das Risiko eines Geschwürs auf der Hornhaut oder eines trockenen Auges. Die oben genannten Rassen sind auch sehr anfällig für Rolllider, eine vererbte Fehlstellung des unteren Augenlids. Diese Erkrankung führt zu einer Irritation der Augen. Trockene Augen können auch auf eine chronische Herpesvirusinfektion zurückzuführen sein.
Die Behandlung eines trockenen Auges
Es gibt einige Krebsmedikamente, die die Tränenproduktion bei Katzen stimulieren können. Sie sollten sich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen, wenn Sie ein trockenes Auge vermuten. Wenn Medikamente das Auge der Katze nicht verbessern, kann ein chirurgischer Eingriff helfen. Eine Transposition des Ausführungsgangs der Glandula Parotis ins Auge wird Resultate bringen. Wenn ein trockenes Auge nicht behandelt wird, könnte es zu bakteriellen Infektionen, wiederholten Geschwüren auf der Hornhaut und in einigen Fällen sogar zur Erblindung führen.
Erblich bedingte Augenerkrankungen
Wenn sich die Augenwimpern Richtung Auge drehen und das Auge verletzen, dann handelt es sich um eine vererbte Fehlstellung der Wimpern. Trichiasis tritt häufig bei Perserkatzen auf, wobei die Haare der Katze das Auge irritieren. Die Haare um die Nase herum könnten z.B. zu einer Bindehautentzündung führen. Einem solchen Fall kann jedoch vorgebeugt werden, indem man die Gesichtshaare der Katze regelmäßig trimmt.
Wenn Ihre Katze an einem Entropium erkrankt ist, werden sich die Augenlider Richtung Auge drehen und die Wimpern werden folglich mit der Augenoberfläche in Kontakt kommen. Dieser Zustand kann sehr schmerzhaft sein und tritt in beiden Augen auf. Wenn keine Behandlung erfolgt, könnte die Katze vorrübergehend erblinden oder eine Bindehautentzündung entwickeln. Zu den Symptomen gehören tränende Augen und Schielen. Perserkatzen und Himalaya-Katzen sind einem besonders großen Risiko ausgesetzt, ein Entropium zu entwickeln.
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