catsEnglish catsDeutsch catsFrancais
`

Verdauungsstörungen bei Katzen

Das Verdauungssystem einer Katze beginnt in ihrer Schnauze und endet mit dem After. Es ist für die Aufnahme und Zersetzung der Nahrung verantwortlich, absorbiert die Nährstoffe und scheidet die Stoffwechselendprodukte aus. Der Verdauungsapparat einer Katze besteht aus der Schnauze, der Speicheldrüse, der Speiseröhre, dem Magen sowie dem Dünn- und Dickdarm. Da dieser Verdauungsapparat aus vielen Organen besteht, ist auch die Anzahl der unterschiedlichen Verdauungsstörungen sehr hoch. Wir möchten im diesem Abschnitt genauer auf einige dieser Verdauungsstörungen eingehen.

Geläufige Krankheiten

Wir haben im weiteren Verlauf einige Verdauungsstörungen aufgezählt, die häufig bei Katzen auftreten.

· Akute Magenschleimhautentzündung

Eine akute Entzündung der Magenschleimhaut tritt auf, wenn eine Katze etwas Ungewöhnliches aufnimmt. Es könnte sich dabei um verdorbenes Fleisch, Gras, Spielzeug, Kot, Medikamente oder auch Drogen handeln. Manchmal führen auch Bakterien oder Parasiten im Magen der Katze zu einer akuten Entzündung der Schleimhaut. Erbrechen, Unterleibsschmerzen, Dehydration und Trägheit sind Symptome dieses Zustands. Eine Behandlung dieser Entzündung besteht in der Regel aus Medikamenten gegen den Brechreiz und manchmal auch Antibiotika. Wenn die Katze dehydriert ist, muss man ihr eventuell Flüssigkeit zukommen lassen.

· Chronische Magenschleimhautentzündung

Wenn eine Katze regelmäßig erbricht und auch nicht auf Medikamente gegen den Brechreiz anspricht, könnte sie an einer chronischen Magenschleimhautentzündung erkrankt sein. Ursache hierfür könnte ein chronischer, entzündungsbedingter Vorgang im Magen sein. Das Erbrochene der Katze würde dick sein und Schleim sowie Blut beinhalten. Außerdem würde die Katze ihren Appetit verlieren, der Kot wäre sehr dunkel, Unterleibsschmerzen würden auftreten und die Katze wäre außergewöhnlich durstig. Tagamet und Zantac gehören zu den Medikamenten, die zur Behandlung der chronischen Magenschleimhautentzündung bei Katzen verwendet werden, wenn diese auf eine Magenübersäuerung oder auf Kortison zurückzuführen ist. Das Medikament Pepto Bismol dient der Linderung der Magenschmerzen. Darüber hinaus wird der Tierarzt eventuell Medikamente gegen den Brechreiz verschreiben.

· Pylorushypertrophie

Der Magenpförtner (auch Pylorus genannt) ist der Teil des Magens, der für die Entleerung des Magens verantwortlich ist und die Produkte im Magen in den Dünndarm weiterleitet. Wenn eine Katze an einer Pylorushypertrophie leidet, dann heißt das, dass ihr Magenpförtner zu dick geworden ist. Der Übergang der Nahrung in den Dünndarm wird somit erschwert. Es kommt für gewöhnlich bei Kätzchen vor und ist erblich bedingt. Wiederholtes Erbrechen, Dehydration und Gewichtsverlust sind dabei Anzeichen für eine solche Erkrankung. Der Magenpförtner kann durch einen chirurgischen Eingriff korrigiert werden.

· Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt

Fremdkörper können im Magen oder Verdauungstrakt zu großen Problemen führen. Die meisten Fremdkörper, die im Verdauungstrakt einer Katze gefunden werden, sind Haarbälle und Fäden. Eine Katze würgt diese Objekte normalerweise wieder aus. Manchmal bilden die verschluckten Haare aber einen festen Haarball, der zur Verstopfung des Magens und Verdauungstrakts führen kann. Erbrechen, Dehydration, Unterleibsschmerzen, Schwächeanfälle, Appetitverlust und Blähungen weisen auf solch ein Problem hin. Wenn Ihre Katze einen Fremdkörper verschluckt hat, muss sie in die Tierklinik eingewiesen werden und dort operiert und mit Flüssigkeit versorgt werden.

· Magengeschwüre

Ein Magengeschwür tritt nur sehr selten bei Katzen auf. In den meisten Fällen handelt es sich um eine zusätzliche Komplikation, die auf eine akute oder chronische Magenschleimhautentzündung, verschluckte Fremdkörper, einen Tumor, Stress, Drogen oder eine Infektion mit Helicobacter zurückzuführen ist. Man kann Magengeschwüre mit leicht zu verdauender Nahrung, Antazida oder dem Medikament Tagamet behandeln. Das Bakterium Helicobacter kann mit Antibiotika behandelt werden.

Die meisten Verdauungsstörungen zeichnen sich durch Erbrechen und Dehydration aus. Wenn Ihre Katze diese Symptome aufweist, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, um die Grunderkrankung herauszufinden und eine entsprechende Behandlung einzuleiten.

Privacy Policy